Sonntag, 22. Februar 2009

Durch die Hintertür

1ster Stock in einem Bürogebäude in der Altstadt Nürnbergs. Am Abend zuvor hatte mich Oskar in das temporäre Restaurant, in dem er jeden Samstag kocht, eingeladen. Eigentlich werden hier Kochkurse abgehalten aber immer Samstags von 12.00-15.00 Uhr wird in diesem kulinarischen Loft auch für Gäste gekocht. Man sitzt mitten in der Küche, schaut den Köchen und der Cheffin beim zubereiten von Kalbsrücken und Jakobsmuscheln zu, Gäste schauen in die Töpfe, stellen Fragen, und warten an den Tischen auf Ihr Essen.

Neben dem flambieren der Muscheln behält der Koch auch das kleine Glässchen Babybrei im Auge, das neben dem Kupfertopf erwärmt wird. Ulrich der neben mir sitzt ist "in der Werbung tätig" und "kocht unheimlich gerne". Kochkurse waren der Einstieg nun kommt er öfter hierher. Als "Opinion Leader" bringt er auch seine Freunde mit und hat hier auch schon neben dem Bürgermeister der Stadt Nürnberg gesessen.

"Wir leben ein sehr luxuriöses Leben." schreibt die Erfinderin dieser Mobilen Kochkunst in ihrem Programm "Wir müssen keine Kartoffeln mehr ernten – wir müssen sie nicht mal mehr waschen. Wir müssen keine Nüsse pflücken, schälen und kochen, wir bekommen sie fertig in Tüten verpackt. Wir müssen nicht mehr stundenlang durch die Wälder streifen, um ein Bison zu erlegen und Beeren zu sammeln. Im Grunde leben wir im Schlaraffenland." Doch Ihre Kochkurse "sind dafür gedacht, vergnügliche und genüssliche Stunden zu bereiten. ohne dabei "die Bodenhaftung zu verlieren", sie will sich dabei "rückbesinnen auf Werte und auf Wertigkeiten. Vor allem möchte ich die Lebensmittel, die uns quasi wie gebratene Tauben in den Mund fliegen, richtig wertschätzen." Wahre Worte an der Tafel. http://www.mobilekochkunst.de/