Dienstag, 16. Juni 2009

Richard


Richard will uns seine Erfindungen zeigen, sagt er. Wir sollen mitkommen hinten in seine kleine Werkstatt auf dem Hof.
Sophie und ich finden uns wieder in einer Werkstatt, in der allerhand Kisten mit herausquellenden Kabeln und vielerlei Geräte mit Anzeigen, Knöpfen und Hebeln herumstehen. Er räumt gerade auf, sagt er.
Auf dem Regal stehen viele kleine aus Draht gebogene Objekte. Eins davon nimmt er heraus und zeigt es uns. Seine Erfindungen lassen sich durch ein wenig Wärme zum Leben erwecken, berichtet er stolz. Mit einem Feuerzeug zeigt er uns wie das funktioniert.
Ritsch, Ratsch und die kleine Flamme brennt unter dem Hinterteil der Figur, die Richard in der Hand hält. Die Spirale aus Bi-Metal dehnt sich aus und das kleine Männchen kippt nach vorne. Nun kühlt sich das Metal ab, erklärt er. So sitzt das Männchen nach einer Weile wieder auf der Flamme. Das Spiel beginnt von neuem.
Richard träumt davon Motoren zu bauen, die "nur so" funktionieren und tüftelt bereits an neuen Erfindungen.
Zum Schluss gesteht er so was ähnliches letztens in einem Physikbuch „von vor 100 Jahren“ entdeckt zu haben. Das macht aber nichts – er will trotzdem weiter forschen.