Montag, 31. August 2009

Im Moor



Die Diepholzer Moorniederung hat eine Gesamtgröße von ca. 105.000 Hektar und umfasst eine Vielzahl kleinerer und größerer Natur- und Landschaftsschutzgebiete.


Das Gebiet stellt einen langjährigen Schwerpunkt des niedersächsischen Hochmoorschutzes dar. Es erfüllt zudem wichtige Vernetzungsfunktionen zu anderen Europäischen Vogelschutzgebieten (Dümmer, Steinhuder Meer). Das Gebiet ist ein wichtiger Brutplatz für Vogelarten der offenen Moor-, Heide- und Feuchtwiesenlandschaft. Im Jahre 1979 wurde die Diepholzer Moorniederung zum Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung gemäß Ramsar-Konvention erklärt, vor allem wegen des Brutvorkommens des Goldregenpfeifers. Zudem ist das Gebiet der wichtigste Brutplatz für den Raubwürger und die Sumpfohreule im niedersächsischen Binnenland. Die Diepholzer Moorniederung beheimatet somit drei Vogelarten, die laut der Roten Liste Deutschland (Witt et al. 1996) vom Aussterben bedroht sind. Des weiteren kommen hier folgende gefährdete bzw. stark gefährdete Vogelarten vor: Ziegenmelker, Kornweihe, Krickente, Baumfalke, Bekassine, Großer Brachvogel, Rotschenkel und Schwarzkehlchen. Seit 2000 hat sich die Diepholzer Moorniederung zum international bedeutenden Rastplatz für Kraniche und nordische Gänse entwickelt (bis zu 40.000 Kraniche im Herbst).

Zudem ist dieses Gebiet Heimat der Moorschnucke, die zu den gefährdeten Haustierrassen gehört.