Freitag, 8. Juli 2011

Äppelwoiwirtschaft


 


Gestern war ich zu Gast im Frankfurter Kanonesteppel, einer der traditionellen Äppelwoiwirtschaften der Stadt.


Nach eigener Aussage kommt hier nischt aus der Tiefkühltruhe oder der Dose! Und auch die Bratkartoffeln werden "noch in der Pfanne und nicht in der Friteuse" gemacht.

Im Sachsenhausener Hinterhof gibt es traditionelle hessische Äppelwoiwirtschaftsgerichte:  Grie Soß, Haspel, Rippsche, Leiterchen...  dazu gibts raischlisch Kraut.

Auch der Äppelwoi (Apfelwein) wird selbst gemacht und im traditionellen Bembel und Gerippten serviert.

"So bleibt das wichtige, aber als sensibel zu benennende Thema Apfelwein: Nach der Streuobstapfelernte aus der Umgebung, d.h. aus Taunus, Wetterau, Odenwald und Spessart, werden viele Äpfel im Hof gekeltert. Zunächst wird der „Süße“ kredenzt, nach dem Gärungsbeginn, ausgelöst durch die natürlichen Hefen der Streuobstäpfel, der „Rauscher“. Anschließend erfolgt der Ausbau zum Apfelwein nach alter Keltertradition in großen, alten Eichenfässern, welche in den Kellern lagern. Der nun ausgebaute Apfelwein wird von Herrn Girmond nach dem erfolgreichen Keltern und Reifen persönlich gustiert. So ist ein kerniger, milder, als zünftig und deftig zu bezeichnender, dennoch herzhafter Apfelwein, ein absolutes Naturprodukt von individueller Kanonesteppel-Qualität garantiert."

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