Freitag, 1. Februar 2013

Was man für 7 Cent ins Brötchen gebacken bekommt

Hier stirbt ein Teil unserer Kultur vor unseren Augen. Live und mittlerweile an jeder Straßenecke.

In unseren Broten und Brötchen finden sich neben Pestizidresten mittlerweile spezielle und hochwirksame Enzyme, die u.a. aus Fliegenpilzen und mit Hilfe von gentechnischen Prozessen gewonnen werden (siehe Doku). Alles um Maschinen zu füttern, die mit "unbehandeltem Getreide" sprich einfach gemahlenem Getreide nicht mehr weiter laufen wollen.
Das ist Normalität und nicht die Ausnahme.

Letzte Woche saß ich noch unter den letzten Mohikanern im Institut für Getreideverarbeitung in Potsdam und habe mir diese, auch für mich recht schockierende, "Normalität" schildern lassen. Eine "Normalität" gegen die sie Tag für Tag bestehen müssen. http://www.die-baecker.org

"1995 gab es noch 25.000 Bäcker in Deutschland - 2013 sind es noch 13.000 Bäcker - Tendenz fallend"

Tut mir einen Gefallen: Geht zu Eurem Handwerksbäcker, wenn ihr noch einen kennt, der durchgehalten hat und noch selber bäckt - er ist einer der letzten. Backt Euer eigenes Brot und stellt Fragen! Sonst wird auch Brot eine Geschichte sein, die wir unseren Kinder nur noch erzählen können.

P.S. Das 7-Cent Schrippenfoto habe ich nahe Leopoldsplatz im Berliner Wedding gesehen.

1 Kommentar:

  1. Hallo!

    Ich kenn' diese angeblichen Schrippen. Sie sind das Geld nicht wert, denn das was da geliefert wird ist unter aller Kanone. Diese Brötchen sind bereits beim Kauf so trocken, dass sie ein anderer Bäcker als Brötchen vom Vortag zum halben Preis anbieten würde, wenn er sie nicht gar als "Schande" überhaupt nicht weiter in Umlauf bringen würde.

    Die Vermutung liegt nahe, dass die Brötchen wohl in Polen gebacken werden und über Nacht (oder länger) nach Berlin geliefert werden.

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