Montag, 19. Mai 2014

Bauer Hubert und das Gift

Millionenfach gedruckt - ganzseitig im mobil-magazin, macht das Bundesministerium für Landwirtschaft derzeit Werbung für ihre Idee von "Ökostrom".

Es ist unwürdige Propaganda für die Zerstörung unserer Lebensgrundlage - eines intakten Bodens und sauberen Wassers auf dem Land, wie in der Stadt.

Würden die Kinder des Comic-Zeichners nämlich in einem solchen Rapsfeld umherlaufen, nachdem der Bauer es mit den üblichen Giften besprüht hat, könnten diese sofort anfangen Krankenhaus zu spielen oder ersatzweise Krieg, denn Gasmasken sind bei diesen Giftwolken angebracht. Eine Schutzkleidung, die an Atomunfälle erinnert wäre dann ebenfalls von Nöten.

Der massenhafte Anbau von Lebensmitteln, die dann zur Energieerzeugung verbrannt werden funktioniert nur in einer Monokultur unter Einsatz von massiven Giften, dass auf unseren Böden ausgebracht wird.

Der Nebel dieser „Totalherbizide“ tötet alle Pflanzen ab, mit denen es in Berührung kommt. Doch nicht nur das, auch Lebewesen die im und nahe auf dem Boden leben werden durch den Gifteinsatz getötet.

Ich erinnere mich beim Lesen des Comics an den Hund einer Bekannten, der nach dem Spiel in einem solchen Feld mit Vergiftungserscheinungen beim Tierarzt landete. Bei Betroffene rund um Berlin führt diese Art der agroindustriellen Landwirtschaft bereits zu Kopfschmerzen und Augenbrennen. In Frankreich klagen vergiftete Bauern gegen die Konzerne die diese Vernichtungsmittel herstellen. Die Uckermark entwickelt sich unterdessen bereits zu einer Todeszone.

Unsere Kinder werden in Zukunft endlose Raps- und Maiswüsten sehen, wenn wir mit Ihnen "raus aufs Land fahren". Mitten in der Natur spielen lassen dürfen wir sie dann ohne Gasmaske und Schutzkleidung nicht mehr. Bienen, Frösche oder Schmetterlinge werden wir ihnen nicht mehr zeigen können - denn sie werden den Gift-Tod gestorben sein.

Die Realität ist ein Comic, der nicht vor dem Schlafen gehen gelesen werden sollte, weil er zu Alpträumen führen wird
– bei Kindern und Erwachsenen.

Ich werde morgen auf unseren Acker fahren und dort Unkraut jäten. Im Naturschutzgebiet, wo keine Spritzmittel erlaubt sind. Wo unsere Bienen fliegen dürfen – nur nicht zu weit, denn einige Kilometer weiter beginnt die Todeszone.
Bio-Bauer Christian ist Realität und keine Comic-Figur, die den Kindern Lügen erzählt.

#WirHabenEsSatt und die Verantwortung diesen Wahnsinn nicht einfach hinzunehmen und zusammen mit den Bauern diese Entwicklung auf dem Land zu stoppen.

Ich sollte wieder anfangen Comics zu zeichnen ….







Mehr zum Thema Glyphosat findet Ihr unter anderem hier….





 ARD über die "Gefahr aus der Gartenspritze"

… und hier noch eine Studie mit dem Namen „Poisoning our Future: Children and Pestizides“.

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Kommentare:

  1. Super Artikel! Danke für den tollen Blog. Bei den ganzen Giften denke ich immer an meine Kinder, vielen Dank, dass Sie für das Thema sensibilisieren!
    Andi

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  2. Danke Hendrik für den Beitrag. FUCK, die einzig wahren Ökos bei der Stromerzeugung ist die GEILe Strahlung von der SONNE und der Wind, der Wind das himmlische Kind. Da braucht's auch keine Pestizide! Das BMEL hat echt ein Rad ab. Pflanzen zur Energiegewinnung ist außerdem ein zynischer Beitrag zum Hunger in anderen Teilen der Welt. Na, zum Glück sind die weit weg. Die Bahn sollte lieber in eigene Solar- und Windkraftwerke investieren. Hauptsache Ökostromaufkleber an den ICE-Türen...

    Jan

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  3. Was die Bienen wuschig macht sind Insektizide aus der Gruppe der Neoniconoide, beizspielsweise der Wirkstoff Imidalcloprid.
    Glyphosphate stehen im Ruf in die Erbbahn einzugreifen.

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